Strategie-Fachtagung

Rückblick auf die „Strategie-Gespräche"
vom 12. September 2017

Bemerkung:
Die Kontaktdaten aller genannten Personen und Organisationen finden Sie am Ende dieser Seite.

 

Die Strategie-Gespräche im Rahmen des StrategieForum Oldenburg-Bremen fanden am Dienstag, den 12.
September 2017 im vierten Jahr statt. Rund 140 Gäste hatten sie für die Veranstaltung im Technologie- und
Gründerzentrum Oldenburg (TGO) angemeldet. Kooperationspartner des Events waren neben dem
Bundesverband StrategieForum, der BVMW, die Stiftung Führungsmethodik und die Chancenmanagement
GmbH. Das diesjährige Thema lautete: Zielgruppenentwickler – der natürliche Weg zu gesundem Wachstum.
Im Laufe des Abends wurden theoretische Grundlagen ebenso vermittelt wie Beispiele funktionierender
Geschäftsmodelle.

 Georg RohdeIn seiner Begrüßung betonte Gastgeber Georg Rohde die Notwendigkeit und die Chancen der Strategie-Entwicklung nach der Mewes Strategie. Ganz besonders stellte er dabei heraus, dass diese Strategie sich nicht vordergründig am ökonomischen Prinzip orientiert, sondern eine Win-win-Situation anstrebt, die Nutzen für alle Beteiligten schafft. Dies geschieht aus der Erkenntnis heraus, dass sich der eigene Gewinn als Folge des angebotenen Nutzens automatisch einstellt. Fairness bedeutet, dass der Nachfrager einen hohen Nutzwert erhält und der Anbieter einen angemessenen Tauschwert realisieren kann. Rohde betonte weiterhin, dass die Organisationen rund um die Mewes-Strategie hier eine Fülle von Kooperationsmöglichkeiten bieten. Im Anschluss an die Begrüßung übernahm Journalist und Strategie-Experte

 

Thomas RuppThomas Rupp, Autor das Handbuch Zielgruppenentwickler wie in den beiden Jahren zuvor die Moderation des Abends. Zunächst referierte er jedoch zum Thema: Zielgruppenentwickler – der natürliche Weg zu gesundem Wachstum.

Zunächst untersuchte er die Parameter, die Erfolg beeinflussen:
der Zeitraum, die Veränderungsdynamik und die Komplexität einer Aufgabe bestimmen die Größenordnung des Erfolgs. Heutzutage haben Veränderungsdynamik und Komplexität stark zugenommen. Paradoxerweise führt dies aber nicht zu einer verstärkten strategischen Entwicklung im Sinne eines konstanten Anpassungsprozesses der Unternehmen an die bevorstehenden Herausforderungen. Nicht selten werden 100% der Arbeitszeit in das Tagesgeschäft gesteckt. Für die Zukunftssicherung bleibt, dann keine Zeit mehr.

Rupp zeigte Wege auf, wie man aus dem Tagesgeschäft heraus risikolos ein neues Geschäftsfeld starten kann. Dazu kommt unter anderem das magische Erfolgsdreieck im Spannungsfeld von Stärken, Problemen und Zielgruppe zum Einsatz. Die Zielgruppe spielt hierbei eine besondere Rolle. Sie ist die einzige Kapitalquelle des Unternehmens und sollte als externe Forschungs- und Entwicklungsabteilung gesehen werden. Neben einigen Beispielen nannte Rupp am Ende sieben Schritte zur Entwicklung eines neuen Geschäftsfeldes aus dem Tagesgeschäft heraus:

  • 1. Das Wichtigste: Auszeit einrichten
  • 2. Stärken analysieren / Problemlösungen ableiten / Zielgruppe ableiten
  • 3. Konkretes Problem? Befragung der Zielgruppe
  • 4. Bestehendes Produkt weiterentwickeln (Innovation)
  • 5. ggf. Kooperationspartner finden (Pilotprojekt, Komplementäre Partner)
  • 6. Testläufe bei Pilotkunden inkl. Verbesserungen
  • 7. Marktreife: der gesamten Zielgruppe anbieten/Medien einbeziehen.

Nachdem Thomas Rupp die Notwendigkeit eines extravertierten Verhalten – sprich Konzentration auf die brennenden Probleme der Zielgruppe – beschrieb, folgte nun die Betrachtung eines internen Engpasses. Oftmals werden nämlich die Mitarbeiter bei Chance-Prozessen nicht mitgenommen.



Judith Kurz u Marc KathmannMarc Kathmann und Judith Kurz von KAAPKE Marketing stellten eine Methode vor, die genau hierfür einen im wahrsten Sinne des Wortes spielerischen Ansatz bietet: die GoGreat-Methode. Kurz zusammengefasst, geht es bei GoGreat darum, wichtige messbare Kennzahlen des Unternehmens und ihren Einfluss auf den Geschäftserfolg zu definieren. Dies können sein: Umsatz, Deckungsbeitrag, Rohertrag etc. Alle Mitarbeiter (bis zum Praktikanten) werden darin geschult, die Zusammenhänge zwischen ihrer Arbeit und der Entwicklung dieser Zahlen zu verstehen. Dann werden Einflussgrößen auf diese Zahlen definiert und zu ihrer Verbesserung im Team verschiedene Spiele entwickelt. Durch das erfolgreiche Spielen dieser Spiele verbessern sich die Teilbereiche und am Ende wir das Ergebnis am Scoreboard des „großen Spiels“ – sprich des Unternehmens als Ganzes – sichtbar.

Beispiel: Meetings sind oft recht nervig. Schlechte Meetings kosten letztlich viel Geld. Also sammelt ein Team die größten Nerv-Faktoren in Sachen „Meetings“. Es wird überlegt wie es besser laufen könnte, was verändert werden müsste. Ein Punktesystem wird festgelegt. Bei zukünftigen Treffen, können dann alle dazu beitragen, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen (z.B. durch pünktliches Erscheinen, vernünftige Vorbereitung etc.). Der Gegenwert der Zeitersparnis aus nur diesem kleinen Spiel wurde bei Kaapke mit 10.000 Euro beziffert. Zusätzlich wachsen durch diese unkonventionelle GoGreat-Methodik ganz enorm: Motivation, Transparenz, Teamgeist und Kreativität im Unternehmen. Im Anschluss an den Vortrag folgten Fragen aus dem Auditorium.



Melih KesmenAls weiteres praktisches Beispiel wurde Melih Kesmen, Inhaber von schenkYOU GmbH von Thomas Rupp befragt. Aus einer schwierigen Situation heraus gelang es dem Designer Kesman durch die Konzentration auf eine Zielgruppe und das ganz grundlegende Bedürfnis, Zuneigung gegenüber anderen Menschen auszudrücken, ein interessantes Geschäftsfeld aufzubauen. In seinem Online-Shop SCHENKyou können von ihm entworfene Schmuckstücke mit individuellen Botschaften versehen und verschenkt werden. Das Unternehmen hatte bereist 200.000 Kunden und über Social-Media eine Online-Community von rund 180.000 Menschen. Kesmen berichtete von seiner Beschäftigung mit der Mewes-Strategie und der Einführung der GoGreat-Methodik. Zu beidem kam er über den Kontakt mit Dr. Kerstin Friedrich.

 

 

 

Prof. Dr. Nils HerdaEs folgte die Präsentation von Prof. Dr. Nils Herda. Er lehrt Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Lebendig und überzeugend legte er dar, wie die Mewes-Strategie im Rahmen seiner Lehrtätigkeit zum Einsatz kommt. Gerade auf der Schwäbischen Alb gibt es viele sog. Hidden-Champions. Das sind Weltmarktführer in Nischenmärkten, die besonders häufig nach der Mewes-Strategie arbeiten. Prof. Herda nutzt die Mewes Strategie, um seine Studenten dazu zu bewegen, die Seite der Zielgruppe bei ihren Ideen und Projekten nicht außer acht zu lassen. Oftmals klingt eine Idee sehr überzeugend bis man dann mit denjenigen ins Gespräch kommt, die etwas dafür bezahlen sollen: mit der Zielgruppe. In Albstadt-Sigmaringen lernen die Studenten spielerisch aber sehr realitätsnah, durch tatsächliche und experimentelle Firmen, welche Rolle die Strategie-Entwicklung bei einem Start-up tatsächlich spielt.

 

Podium

Das sich anschließende Podium mit den repräsentierten Organisationen deckte die verschiedenen Bereiche der Strategie-Entwicklung und ihre Akteure ab. Die gesamte Spannbreite vom der Wissensvermittlung bis zum Umsetzungs- und Erfahrungswissen.

Hier die Teilnehmer:


Peter KoshorstPeter Koshorst, EKS Akademie - Werkzeuge für Strategie-Anwendung und -Umsetzung. Werkzeuge kann man bei Koshorst kennen lernen inklusive Coaching und Begleitung.

 

 

 

 

Axel KunzAxel Kunz, ChancenManagement GmbH. Jedes Problem MEINES Kunden ist zunächst mal eine Chance für mich. Denn ich habe hier einen Ansatz, um meine Zielgruppe zu entwickeln. Damit kann ich meine Marktposition weiter verbessern. Kunz begleitet den Prozess.

 

 



Georg RohdeGeorg Rohde, Wolfgang Mewes Stiftung. Ziel: Die Mewes Strategie in die Praxis bringen. Welches Spektrum an Möglichkeiten gibt es für jeden einzelnen, um die Mewes Strategie einzusetzen? Bei Rohde von ehrenamtlich bis zur intensiven Beratung.

 

 

 

 

Detlef BlomeDetlef Blome, Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW). Betreuung der Mittelständler durch BVMW. Strategie ist ein Muss. Mewes-Strategie ist eine Premium Strategie. Blome will für die Notwendigkeit der strategischen Entwicklung sensibilisieren.

 

 

 

 

Peter KäpernickPeter Käpernick, FachForum Leben + Arbeit. Mewes-Strategie in konkreten Projekten umgesetzt. Komplexe Sachverhalte lassen sich durch ein „Brettspiel“ von Käpernick spielerisch erfahren. Brettspiel kann für verschiedene Sachverhalte und Zielgruppen gestaltet werden. U.a. gute Ergebnisse bei Migranten, um ihre Potenziale für den Arbeitsmarkt auszuloten.

 

 



Prof. Dr. Nils HerdaProf. Nils Herda, Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Digitalisierung als brandaktuelles Thema kann tatsächlich von der Mewes-Strategie profitieren. Prof. Herda berät u.a. auch Unternehmen zum Thema Digitalisierung.

 

 

 

Kontaktdaten aller Beteiligten (in der Reihenfolge des Erscheinens):
Georg Rohde (info@wolfgang-mewes-stiftung.de), Wolfgang Mewes Stiftung (mewes-strategie.de)
Thomas Rupp (info@strategie-experte.com), Handbuch Zielgruppenentwickler (zielgruppenentwickler.eu)
Marc Kathmann (mk@kaapke.com), KAAPKE Marketing (kaapke.com sowie gogreat.community)
Judith Kurz (jk@kaapke.com), KAAPKE Marketing (kaapke.com sowie gogreat.community)
Melih Kesmen (me@melihkesmen.com), schenkYOU GmbH (schenkyou.de)
Prof. Dr. Nils Herda (herda@hs-albsig.de), Hochschule Albstadt-Sigmaringen (hs-albsig.de)
Peter Koshorst (koshorst@eks-akademie.de), EKS Akademie (eks-akademie.de)
Axel Kunz (axel.kunz@cm-ol.de), ChancenManagement GmbH (chancenmanagement.net)
Detlef Blome (detlef.blome@bvmw.de), BVMW (bvmw.de)
Peter Käpernick (kaepernick@t-online.de), FachForum Leben + Arbeit (strategiecentrum-oberrhein.de)
Bundesverband StrategieForum (strategie.net)
Wolfgang Mewes Stiftung (wolfgang-mewes-stiftung.de)

 

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Rückblick auf die „Strategie-Gespräche"
vom 13. September 2016

 

Presseartikel Nord-West-Zeitung vom 15.09.2016 (pdf)

Artikel aus Strategie Journal 3-2016 (pdf)

 


 

 „Strategie-Gespräche" vom 13. September 2015

Zum zweiten Mal lud das StrategieForum Oldenburg – in Kooperation mit dem BVMW, der Stiftung Führungsmethodik und der Chancenmanagement GmbH – zum Strategiegespräch ein. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessierten sich für das Thema: „Chancenmanagement – Chancen herbeiführen, nicht auf den Zufall warten!“ Die Veranstaltung fand im Technologie und Gründerzentrum Oldenburg statt.

Chancen nutzen, Risiken vermeiden…. das ist eine grundlegende unternehmerische Herausforderung. Viele Unternehmer konzentrieren sich heute jedoch recht einseitig auf Risikomanagement, wie der Vortrag zu den Ergebnissen der Bachelorarbeit der Geschwister Deike und Matthias Meinert mit dem Titel „Chancenmanagement in Unternehmen“ belegte. 

Zum Thema Chancenmanagement diskutierten Georg Rohde, JörgTönnießen, Deike Meinert, Thomas Rupp, Axel Kunz, Matthias Meinert. Fotos: Wolfgang Wortmann

Im Rahmen der Bachelorarbeit kristallisierte sich heraus, dass hier ein Paradigmenwechsel notwendig ist: Fast alle Maßnahmen zum Umgang mit Chancen orientieren sich heute am Risikomanagement. Dabei ist das Chancenmanagement verantwortlich für Wachstum, Weiterentwicklung und Wertschöpfung. Daher die Forderung: Im Mittelpunkt sollte vielmehr das Chancenmanagement stehen mit einer entsprechenden Absicherung der damit verbundenen Risiken und nicht umgekehrt. 

Chancenmanagement ist die Basis für Wachstum, Weiterentwicklung und Wertschöpfung. 

An der anschließenden Podiumsdiskussion beteiligten sich neben den Geschwistern Meinert, Georg Rohde, Gründer der Stiftung Führungsmethodik, Axel Kunz, Geschäftsführender Gesellschafter der ChancenManagement GmbH und Jörg Tönnießen, Leiter des Firmenkundengeschäfts bei der Landessparkasse zu Oldenburg. Die Diskussion führte Thomas Rupp, Mitglied des Präsidiums des Bundesverband StrategieForum. 

Als Gründer der Stiftung Führungsmethodik interessiert sich Georg Rohde für den methodischen Ansatz des Chancenmanagements. Die betriebswirtschaftliche Sichtweise sei vorrangig darauf ausgerichtet, den Gewinnanteil des Unternehmens durch die Reduzierung der Aufwendungen für die Leistung zu erhöhen, argumentierte er. Allein durch diese Grundhaltung sei man mehr darauf fixiert, den Gewinn nicht durch ein Risiko zu gefährden, anstatt die Chancen zu suchen. 

Georg Rohde bei der Begrüßung der rund 100 Gäste. Fotos: Wolfgang Wortmann

Sinvoller, so Rohde, wäre der strategische Ansatz der Nutzenmaximierung, der durch ein systematisches Chancenmanagement darauf abzielt, eine höhere Wertschöpfung für die Kunden zu erreichen und damit – natürlich unter Einbeziehung eines angemessenen Risikomanagements – auch die Wertschöpfung für den Unternehmer zu erhöhen. 

Axel Kunz von der ChancenManagement GmbH sieht das alles von der praktischen Seite und betont seine langjährige Erfahrung in der mittelständischen Industrie. Gerade beim Chancenmanagement käme es nicht nur auf die theoretischen Konzepte an, sondern auf die Methoden und Werkzeuge zur praktischen Umsetzung. 


Hier sieht er sich nicht zuletzt durch die Kooperation mit der Stiftung Führungsmethodik gut aufgestellt. Gerade die Begleitung während der Einführung und Umsetzung von Chancenmanagement sieht er als seine Aufgabe an und berichtet über einige Erfolgsbeispiele. 

Nach der Podiumsdiskussion ging es beim Get-Together in die zweite Runde. Fotos: Wolfgang Wortmann

Jörg Tönnießen von der Landessparkasse zu Oldenburg betonte, die Persönlichkeit des Antragstellers und die Präsentation des Geschäftsmodells hätten einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierungs-Entscheidung. Generell seien Banken heute offen für die Argumente des Chancenmanagements. Gerade nach bzw. in der Krise und bei der gegenwärtigen Zinssituation freue man sich über neue Ertragsmöglichkeiten.

Aber aus Offenheit dürfe kein Leichtsinn werden. Weiterhin betonte er, die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Mitarbeiter seines Hauses, die – jeder in seinem freigegebenen Rahmen – eigene Entscheidungen treffen. Im Zweifelsfall gäbe es dann Gremien, die über die Sachlage befinden.  

Letztlich komme es doch sehr stark auf die persönliche Haltung und Einstellung an, fasste Moderator Thomas Rupp die Diskussion zusammen. Egal welche Situation vorherrscht, sie beinhaltet immer Elemente des Risikos und der Chance. Jetzt komme es darauf an, was man daraus macht. Und das hätte etwas mit der Einstellung zum Leben und mit dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu tun. 

Anstatt Chancen zu visualisieren, führen sich viele Unternehmer das potenziell Negative vor Augen.

Anstatt Chancen zu visualisieren und zu überlegen, was alles Positives aus einer Situation entstehen könnte, fokussieren sich viele Unternehmer auf die Risiken und führen sich das potenziell Negative vor Augen. Dem entsprechend fielen ihre Handlungen und Strategien aus. 

Es gäbe einfach Menschen, so Rupp, die das Glas halb leer anstatt halb voll sehen. Wieder andere sehen selbst ein fast volles Glas als eher leer an. Und es gäbe  Unternehmer, die ein zur Neige gegangenes Glas sehen und sagten: Voll genug, lets go! Bei dieser Grundhaltung können dann die entsprechenden Werkzeuge dafür sorgen, das Projekt zum Erfolg zu führen und zwar so, dass alle Betei-ligten davon profitierten. 

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung gab es noch ein Get-Together, bei dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregt über das Thema des Abends unterhielten. Jedenfalls hatten sie die Chance genutzt und interessante Impulse aus dieser Veranstaltung mitgenommen. 

Weitere Infos:

www.chancenmanagement.net

 


2014:
Nutzen-Orientierung statt Gewinn-Maximierung

Erfolgreiche „Strategie-Gespräche" mit Top-Referenten in Oldenburg

Am 13. Mai 2014 fanden rund 100 Teilnehmer den Weg ins Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg. Ihr Interesse galt weniger der Flora und Fauna als den naturgesetzlichen Mechanismen des strategischen Erfolgs.

(Fotos: Peter Kreier)

Zu diesem Thema hatte das StrategieForum Oldenburg/Bremen - namentlich Georg Rohde - eingeladen. Zum Erfolg der Veranstaltung trugen neben Publikum und Organisator in erster Linie die Referenten bei. Mit Dr. Kerstin Friedrich, Dr. Dieter Fröhlich und Paul Meyer konnte Georg Rohde drei hochkarätige Redner gewinnen.

Begruessung

BSF-Präsident Georg Rohde begrüßt die Teilnehmer

Über die Veranstaltung wurde im Vorfeld in den regionalen Medien berichtet. Die Teilnehmer hatten sich weitgehend zur Veranstaltung vorangemeldet. Georg Rohde führte in die Thematik der Veranstaltung ein und erläuterte ihren Titel „Nutzen-Orientierung statt Gewinn-Maximierung“. Diese Aussage ist eine Grundforderung der Engpass-Konzentrierten Verhaltens- und Führungsstrategie (EKS) nach Prof. Wolfgang Mewes.

Dr. Dieter Froehlich Dieter Fröhlich sieht im Franchise-
Konzept die Lösung für die
Herausforderungen unserer Zeit

Dr. Dieter Fröhlich spricht über den Nutzen von Franchising

Dr. Dieter Fröhlich sprach als Präsident des Deutschen Franchiseverbandes. „Einmal gedacht, hundertmal gemacht!“ lautete der Titel seines Vortrags. Was können wir von erfolgreichen Franchise-Systemen lernen? Er wies auf die wachsende Bedeutung der Franchisewirtschaft hin und lieferte entsprechende Zahlen: gut 550.000 Beschäftigte in rund 70.000 Unternehmen machten in Deutschland in Franchise-Unternehmen einen Jahresumsatz (2012) von mehr als 61 Milliarden Euro. Er sieht im Franchise Konzept eine Lösung für die Herausforderungen unserer Zeit, insbesondere in gut geführten Systemen. Diese erschaffen gemeinsam mit den Franchisenehmern eine Win/Win-Situation, ganz nach dem Motto: „Gemeinsamkeit statt Einsamkeit“.

Referenten

(v.l.n.r) Dr. Dieter Fröhlich, Dr. Kerstin Friedrich, Georg Rohde, Paul Meyer

EKS-Expertin und Bestseller-Autorin, Dr. Kerstin Friedrich, lieferte neue Perspektiven: „Ökonomie neu gedacht: Erfolgsstrategien für Sinnsucher und Sinnstifter“. Gelten eigentlich die alten Paradigmen unseres Wirtschaftssystems noch? Sind Kampf, Verdrängung und Wettbewerb nach wie vor die Mittel erster Wahl? Oder gibt es vielleicht einfachere und bessere Wege zum Erfolg?

Dr. Kerstin Friedrich Kerstin Friedrich: „Denke zuerst an den Vorteil anderer, und um so
besser geht es Dir.“

Dr. Kerstin Friedrich setzt auf Spezialisierung


Die Nord-West-Zeitung NWZ schreibt dazu: ‘Denke erst an den Vorteil anderer, und umso besser geht es dir‘, erklärte Friedrich. Wichtig sei die Spezialisierung und Fokussierung eines Unternehmens. ‚Wir sehen immer nur den Mangel und wollen uns breit qualifizieren, um auf alles eine Antwort zu haben‘, so die Referentin. Durch Spezialisierung könne ein Unternehmen um ein Vielfaches wachsen. Die These: je spezieller das Angebot, desto weniger Konkurrenz gibt es. Gleichzeitig steigert der Unternehmer seine Motivation, da er durch Spezialisierung nur noch Arbeiten erledigen kann, die ihn erfüllen.

Paul Meyer aus Leer gründete mit seinem Partner Josef Berchtold das erfolgreiche Franchisesystem Einer.Alles.Sauber. Es erzielt mit knapp 100 Partnern rund 100 Millionen Euro Jahresumsatz. Es ist ein Franchisekonzept fürs Bauhandwerk und bietet Eigenheimbesitzern Modernisierungsleistungen aus einer Hand an. Der Name ist Programm: Der Kunde hat es nur mit einem Partner zu tun, der alle Gewerke koordiniert und sich bis hin zum Einziehen von Staubschutzwänden um alles kümmert. In seinem Vortrag „Mit der EKS vom Hauptschüler zum erfolgreichen Franchisegeber“ berichtete Paul Meyer praxisnah über seinen Werdegang und die Entwicklung seines Unternehmens.

Paul Meyer

Paul Meyer berichtet über seinen Weg vom Hauptschüler zum erfolgreichen Unternehmer.

Die Veranstaltung in Oldenburg bot in der Kürze der Zeit ein hohes Maß an authentischer Information und neue Impulse. Zudem bestand die Gelegenheit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen.

Sponsoren

ChancenManagement

BVMW

Beraternetz

Bundesverband StrategieForum

 

Offensive Mittelstand